Kinderbetreuung - work in progress

Jedes Jahr erschüttert den Gemeinderat etwa zur gleichen Zeit die Nachricht, dass die Kinderbetreuung in einem Bereich an erheblicher Unterversorgung leidet. Dies war im Jahr 2014 der Bereich der Krippenbetreuung, im Jahr 2015 der der Nach­mittagsbetreuung in den Grundschulen, im Jahr 2016 schreckte den Gemeinderat zunächst erneut der Hinweis, dass bis zu 33 Krippenplätze fehlen, 2017 war es wiederum die Mittagsbetreuung, letzteres trifft auch für 2018 leider erneut zu.

 

Durch die Koordinierungsbemühungen der Gemeinde ist es in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Eltern jedoch regelmäßig gelungen, eine den tatsächlichen Ansprüchen gerecht werdende Betreuung der Kinder zu er­reichen. Dies ist angesichts der beweglichen Ziele in diesem Umfeld eine erstaun­liche und für die Gemeinde sehr segensreiche Leistung. Dennoch bedarf es in Einzel­fällen immer wieder erheblicher Anstrengungen, um den Wünschen und den beruflichen Anforderungen der Eltern an dieser Stelle gerecht werden zu können.

 

Im Jahr 2018 ist dieses Ziel möglicherweise gefährdet, da sich der Gemeinderat bedauerlicherweise bis auf zwei Stimmen aus FDP und Grünen gegen meinen Antrag für einen Umzug des FME und eine dadurch mögliche Horterweiterung an der Josef-Dering-Schule, die auch der Starzelbachschule offen gestanden wäre, gestellt hat. Diese Massnahme hätte zwar angesichts erforderlicher Umbauten in zwei Gebäuden mit insgesamt ca. 150.000 € gekostet, aber von erfordelichen 28 Plätzen bis zu 20 ermöglicht.

 

Auch in Zukunft wird das Augenmerk hier auf den Einzelfall zu richten sein. Die lösungs­orientierten Ansätze der Einrichtungen sind dabei mehr als anerken­nenswert.

 

Ziel der Gemeinde war und ist es, den Ansprüchen gerecht zu werden. Die Gemeinde ist hier finanziell auch stark involviert, die Kosten für die Kinderbetreuung haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verzehnfacht. Auch zukünftig wird dies ein wesentliches Anliegen sein. Da die Gemeinde Eichenau keine realistische Chance auf die Ansiedlung einer weiterführenden staatlichen Schule hat, ist dies ein wesentlicher Beitrag der Gemeinde zur Familienfreundlichkeit.